Warum die Ulme mein Lieblingsholz ist
Warm im Ton, lebhaft gezeichnet und selten geworden: über ein Holz mit viel Charakter – mit einer Karte, auf der Sie sehen, wo die Ulme unter den Hölzern steht.

Wenn mich jemand nach meinem Lieblingsholz fragt, muss ich nicht lange überlegen: die Ulme.
Warm, lebhaft, eigenwillig
Die Ulme ist warm im Ton, von hellem Splint bis zu einem tiefen, rötlichen Braun im Kern. Ihre Maserung ist lebhaft, fast unruhig, mit kräftigem Wechsel zwischen hell und dunkel. Wo die Eiche still und gleichmässig wirkt, erzählt die Ulme. Kein Brett gleicht dem anderen.
Wo sie unter den anderen Hölzern steht, zeigt die Karte: nach Farbe geordnet, und nach Gewicht oder danach, wie stark sie mit der Luftfeuchtigkeit arbeitet.
Wo die Ulme steht
Sechs Hölzer, nach Farbe geordnet: links die dunklen, rechts die hellen. Oben die, die mehr arbeiten oder schwerer sind. Ein Klick auf ein Holz zeigt, was es ausmacht.
Ulme
Warm im Ton und lebhaft gezeichnet, mit kräftigem Wechsel zwischen hell und dunkel. Selten geworden – und das Holz mit dem meisten Charakter.
- Rohdichte
- 640 kg/m³bei 12 % Holzfeuchte
- Bewegung
- 12.0 mm1 m breite Platte, übers Jahr
- Tischplatte
- 51 kg200 × 100 cm, 4 cm stark
Selten geworden
Dass die Ulme so selten ist, hat einen traurigen Grund. Das Ulmensterben, eine eingeschleppte Pilzkrankheit, hat im 20. Jahrhundert in weiten Teilen Europas die meisten grossen Ulmen absterben lassen. Gutes Ulmenholz in Möbelqualität zu finden, braucht deshalb Geduld und manchmal Glück. Jede Bohle, die ich bekomme, behandle ich entsprechend sorgfältig.
In der Werkstatt
Verarbeiten lässt sich die Ulme gut, sie ist zäh und fest. Ihre Faser verläuft aber oft wechselnd. Darum braucht es beim Hobeln scharfe Werkzeuge und Aufmerksamkeit, sonst reisst die Oberfläche aus. Geölt kommt ihre Zeichnung am schönsten zur Geltung.
Zwei Stücke aus Ulme
- Beim Ulmentisch trägt die Maserung die ganze Gestaltung. Die Form bleibt bewusst zurückhaltend, damit das Holz sprechen kann.
- Beim Sideboard aus Ulme rahmt der Korpus die schwarzen Türfronten wie ein Bilderrahmen. Warmes Holz und ruhiges Schwarz stehen in Spannung zueinander, und die lebendige Maserung bleibt an allen Kanten sichtbar.
Nicht für jedes Möbel
Die Ulme ist nicht immer die richtige Wahl. Wer es ganz ruhig mag, ist mit Ahorn oder Esche besser bedient. Aber wer ein Stück mit Charakter sucht, sollte sie sich ansehen. Alle Hölzer, mit denen ich arbeite, finden Sie unter Hölzer.