Das Sideboard nach Mass
Stauraum, der gut aussieht: was ein massgefertigtes Sideboard ausmacht – von der Einteilung bis zu Fronten und Beinen, mit Planer für Masse, Fächer und Inhalt.

Ein Sideboard steht selten im Mittelpunkt und prägt einen Raum trotzdem stark. Es nimmt auf, was sonst herumliegt, und gibt der Wand Ruhe. Nach Mass gebaut, passt es genau in die Nische, unter das Fenster oder an die lange Wand im Wohnzimmer.
Zuerst der Inhalt
Bevor es um Holz und Form geht, fragen wir: Was soll hinein? Geschirr braucht andere Fachhöhen als Schallplatten, Ordner oder Technik. Eine Schallplatte misst im Cover 31.5 cm – das Fach braucht also mindestens 33 cm lichte Höhe und ebenso viel Tiefe. Für Geräte lassen sich Kabeldurchlässe und Lüftung einplanen. Aus dem Inhalt ergeben sich Höhe, Tiefe und Einteilung.
Wie viel passt hinein?
Masse, Einteilung und Inhalt wählen – der Planer zeichnet das Sideboard, rechnet Stauraum und Ablagefläche und zeigt, was in die Fächer passt.
- Stauraum
- 404 Liter6 Fächer
- Ablagefläche
- 1.44 m²41.7 cm tief nutzbar
- Lichte Höhe
- 27.2 cmje Fach
- Türbreite
- 57.5 cmbis 60 cm schlägt sie ruhig auf
- Schallplattenzu niedrig – braucht 33 cm lichte Höhe
- Bundesordnerzu niedrig – braucht 32 cm lichte Höhe
- Teller Ø 27 cmrund 132 Teller
56 % der Wand. Das Sideboard nimmt rund zwei Drittel der Wand ein und wirkt ruhig.
Die Proportion
Übliche Sideboards sind 60 bis 90 cm hoch und 40 bis 50 cm tief. Niedrige, lange Sideboards wirken ruhig und lassen die Wand darüber frei – für Bilder, einen Spiegel oder einfach Luft. Höhere eignen sich als Ablage im Eingang oder im Esszimmer.
Zur Wand hin hilft eine Faustregel: Nimmt das Sideboard rund zwei Drittel der Wandbreite ein, wirkt es eigenständig und doch eingebunden. Füllt es die Wand fast ganz, wird es eher zum Einbau.
Fronten und Türen
Massivholzfronten zeigen die Maserung über die ganze Breite. Werden sie aus einer Bohle geschnitten, läuft die Zeichnung über alle Türen hinweg. Farbige oder schwarze Fronten setzen einen Kontrast: Beim Sideboard aus Ulme rahmt der Korpus die schwarzen Türen wie ein Bilderrahmen.
Eine Türe sollte nicht breiter als 60 cm werden – sonst wird sie schwer und schlägt weit in den Raum. Breite Sideboards bekommen darum mehrere Abteile; der Planer schlägt die Einteilung entsprechend vor.
Beine, Sockel oder hängend
Beine heben das Möbel vom Boden ab und lassen es leichter wirken; beim Ulmen-Sideboard sind sie leicht schräg gestellt. Ein zurückversetzter Sockel lässt es solide und geschlossen erscheinen. An der Wand hängend wirkt ein Sideboard fast schwebend und lässt den Boden frei – dafür braucht es eine tragfähige Wand.
Die Hölzer
Für Sideboards eignen sich alle unsere Hölzer. Nussbaum und Ulme setzen einen warmen Akzent, Esche und Ahorn bleiben hell und zurückhaltend, Eiche ist der ruhige Allrounder.
Anfragen
Einen ersten Eindruck von Massen und Fächern gibt auch der Regal-Konfigurator. Für ein Sideboard nach Ihren Vorstellungen erzählen Sie mir von Ihrem Projekt.